Schlagwort-Archive: corona

DisTanz-Party

Tanzen gehen, großer Club, laute Musik, buntes Licht, viele Menschen und sich ganz ungezwungen bewegen. Das scheint aufgrund der Kontaktbeschränkungen gerade nicht möglich zu sein.

Aber ähnlich wie berufliche Team-Meetings und Konferenzen kann man auch Freizeitbeschäftigungen digital realisieren. Natürlich ist es nicht „das Gleiche“. Der Gestank von Schweiß, Rauch und Enge, ist alleine zu Hause nur schwer herzustellen und der körperliche Kontakt, wenn man sich beim Tanzen näher kommt, ist auch auf die Teilnehmer in der eigenen Wohnung beschränkt. Aber man kann sich im Rahmen einer Privatveranstaltung mit 20-30 Personen zumindest optisch wahrnehmen, kann sich gleichzeitig zur gleichen Musik bewegen und dabei mental abschalten. Und das ist oft schonmal einiges.

Die nächste DisTanz-Party feiern wir am FREITAG 7. 5. 2021:

https://us02web.zoom.us/j/82586359797?pwd=VUMrNjd2MXo5aTd5YVR1cGkxVGtqdz09
Bzw. Meeting-ID: 825 8635 9797, Kenncode: distanz

Was brauchst du, um dabei zu sein?

  • Ein Computer mit installierter Zoom-Software (ein Account ist nicht nötig) und ordentlichen Lautsprechen für Discosound.
  • Freifläche zum Tanzen (so viel eben geht)
  • Webcam, die dich beim Tanzen zeigt
  • buntes Blinklicht, um die Atmosphäre zu prägen (einfach mal „Discolicht kaufen“ googeln). Für 20-30 EUR bekommt man schon was passendes.
  • Snacks und Getränke nach eigenem Gusto

Die Musik bereite ich für den Abend als Playlist vor, die ich als Audiospur über Zoom teile. So hören alle die gleiche Musik und am Abend steht das Tanzen im Vordergrund.

Damit die Nachbarn geschont werden, ist die Party auf 20-22 Uhr angesetzt, denn zum Tanzen braucht man schon eine gewisse Lautstärke. Wer nach 22 Uhr noch zusammen bleibt, muss selber einschätzen, wie laut die Musik noch spielen darf. Wichtig ist, dass es sich bei dem Treffen nicht um eine öffentliche oder kommerzielle Veranstaltung handelt, sondern um eine Privatveranstaltung von Karsten Kopjar und seinen Freunden. Quasi als würden wir uns in meinem Wohnzimmer treffen, nur eben dezentral. Wer Freunde mitbringen/einladen will, die sich benehmen können, darf das gerne tun. Sollte jemand versuchen, die Party zu stören, werden sie rausgeschmissen und per Warteraumfreigabe oder IP-Sperre ausgesperrt. Das war bisher aber noch nicht nötig.

Um die Privatsphäre zu schützen, machen wir während der Party keine Aufnahmen/Screenshots (außer nach Absprache).

Wer digital über die Veranstaltung redet, gerne mit Hashtag #DisTanzParty

Wie funktionieren Hybride Gottesdienste?

Bei einem Gottesdienst treffen sich Menschen in einer Kirche und werden von Theologen bepredigt, von Musikern zum Singen animiert und von Liturgen durch den Gottesdienst geleitet. Das kann inhaltlich und musikalisch ganz unterschiedlich aussehen, lebt aber oft von der Begegnung im gleichen Raum.

Durch die Kontaktsperren haben viele Gemeinde statt der Treffen vor Ort auf Online-Formate umgestellt. Einige haben die Zelebranten in leeren Kirchen abgefilmt, andere bunte und vielfältige Impulsformate vorproduziert, die da Thema des jeweiligen Sonntags medial passend umgesetzt haben. Der kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt, aber oft bleibt es bei einer Einbahnstraße. Die Gemeinde sendet und die Teilnehmer schauen zu. Interaktionselemente (Gebetsanliegen, Dialogpredigt, Umfragen, …) sind eher bei digitalen Live-Gottesdiensten möglich, die dafür meist nur einen Ort zeigen.

Wenn jetzt Versammlungen in Gotteshäusern unter bestimmten Auflagen wieder stattfinden können, stellt sich vielerorts die Frage, wie man weitermacht. Gerade die Gemeinden, die online 10-20x so viele Menschen erreicht haben als vorher offline wollen diese Menschen nicht einfach im Stich lassen, wenn sie zurück in die Gebäude gehen. Auch für Risikogruppen ist mitunter eine Feier vor Ort momentan noch nicht angesagt, was bei reinen Offline-Veranstaltugnen einem Ausschluss gleich kommen würde. Man kann also überlegen, einen minimalistischen Gottesdienst (nur 30 min, kein Gesang vor Ort, keine Kontakte, Hyginekonzept) in der Kirche zu feiern und zentrale geistliche Elemente auch nochmal für eine Onlinezielgruppe als Kurzclips zu produzieren. Das können kurze Liveaufnahmen sein oder Aufnahmen an neutralen Orten, wie man es als Onlineformat bereits eingeführt hat.

Oder man kann Gottesdienste feiern, die eine Gemeinschaft aus Menschen im Kirchgebäude und Menschen vor den Monitoren bildet und so hybrid und gleichzeitig Menschen zusammenbringt. Für so eine Gemeinschaft ist es wichtig, sich gegensitig wahrzunehmen, bestimmte Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen und beiden Gruppen das Gefühl zu geben, „echter Teil der Gemeinde“ zu sein. Das bedeutet, dass eine Begrüßung sowohl die Menschen vor Ort als auch die Online-Teilnehmer (direkt in die Kamera reden!) ansprechen muss, dass die Predigt sowohl in den Raum gesprochen wird, aber auch immer wieder direkt in eine Kamera (die optimalerweise so steht, dass man beide Gruppen gleichzeitig im Blick haben kann) gerichtet ist und dass die Menschen im Raum mitbekommen, wie viele Leute online dabei sind (ggf sogar wer) udn die Leute im Stream die Gemeinde vor Ort wahrnehmen (Kameraschwenk durch die Bänke, aber auch Offscreen-Plätze schaffen, falls jemand nciht im Bild auftauchen möchte!).

Ein Beispiel, wo so ein Interaktiver Hybrid-Gottesdienst mit Livestream und Dialogpredigt umgesetzt wird, ist der Checkpoint Jesus in Erfurt.

Ein weiteres Beispiel ist der Einführungs-Gottesdienst von Superintendentin Rosenthal im Kirchenkreis Arnstadt-Ilmenau am Pfingstmontag, der von der OnlineKirche in Zusammenarbeit mit zahlreichen Akteuren umgesetzt wird. Hier sind über den Hybrid-Charakter hinaus auch noch zwei Gottesdienst-Orte liturgisch vernetzt.

Was kennst du für Beispiele? Ich freue mich über inspirierende Arten, aktuell passend Gottesdienst zu feiern!