{"id":677,"date":"2018-12-29T17:31:49","date_gmt":"2018-12-29T15:31:49","guid":{"rendered":"http:\/\/medientheologe.de\/cms\/?p=677"},"modified":"2021-12-17T19:44:42","modified_gmt":"2021-12-17T17:44:42","slug":"frohe-weihnachten-im-januar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/?p=677","title":{"rendered":"Frohe Weihnachten im Januar"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Frohe Weihnachten&#8220; haben wir uns gew\u00fcnscht, weil man hofft, sich an den Feiertagen mal nicht zu streiten, keine Sorgen zu w\u00e4lzen und mit fr\u00f6hlichem Herzen genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Eigentlich schade, dass man sich das nur f\u00fcr drei Tage w\u00fcnscht&#8230;<\/p>\n<p>Ich lasse mich ja in den letzten Jahren immer wieder gerne auf den Rhythmus des Kirchenjahres ein und erlebe dadurch eine gewisse Entschleunigung und Akzentuierung der Zeit. Wenn man ernst nimmt, dass Weihnachten noch nicht mit den ersten Lebkuchen am letzten August-Wochenende anf\u00e4ngt, sondern ein Herbst mit Erntedank und Reformationstag sowie der Bu\u00df- und Bettag und Ewigkeitssonntag einladen, sich erstmal mit den schweren Seiten des Lebens zu befassen, kann danach die Vorfreude im Advent langsam wachsen. Auch da: Es geht nicht darum, alles festliche schon am 1. Advent zu verballern und durch ausreichend Gl\u00fchwein dann bis 26.12. am Leben zu erhalten, sondern die kleinen Schritte wertsch\u00e4tzen: Dekorieren, Backen, Geschenke einpacken. Einzelne Feiern, auch mal Gl\u00fchwein, Zeit mit netten Menschen. Vielleicht sogar mal die Adventszeit als Fastenzeit ausprobieren (wie sie urspr\u00fcnglich gedacht war) und dann zum Weihnachtsfest so richtig zu schlemmen, sich zu freuen und zu feiern, dass Gott Mensch wird.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist das mehr ein theoretisches Konzept und ich bin weit weg davon, es im hektischen Alltag perfekt umzusetzen, aber es hilft mir, es zumindest zu denken und in Teilen zu leben. Und was ich meistens schaffe ist: Die Weihnachtsfreude in die &#8222;Weihnachtszeit&#8220; hinein zu retten, die ja Heiligabend anf\u00e4ngt und bis in den Januar reingeht. Zwischen den Jahren \u00fcber das Weihnachtswunder nachdenken und \u00fcberlegen, wie ich im Angesicht dessen das eigene Leben gestalten will, erdet mich. Und das Bewusstsein, dass nicht nur irdische Belange z\u00e4hlen, h\u00e4lt mich geistlich wach, denn das Leben ist mehr als materieller Besitz und mehr als &#8222;Friede auf Erden&#8220;, so sch\u00f6n der Wunsch auch ist. Friede im Herzen w\u00e4re schonmal ein Anfang und ein ganzheitliches Ruhen, Rein-Werden und im Einklang sein k\u00f6nnte das h\u00f6here Ziel sein (vgl. Richard Rohr: &#8222;Ganz da &#8211; einfach und kontemplativ leben&#8220;).<\/p>\n<p>In diesem Sinne w\u00fcnsche ich euch allen auch weiterhin eine &#8222;Frohe Weihnachtszeit&#8220; (inkl Epiphanias noch bis 27. Januar!), also genug Zeit, um sich auch ohne Glitzerkitsch weihnachtlich zu f\u00fchlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Frohe Weihnachten&#8220; haben wir uns gew\u00fcnscht, weil man hofft, sich an den Feiertagen mal nicht zu streiten, keine Sorgen zu w\u00e4lzen und mit fr\u00f6hlichem Herzen genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. 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