{"id":652,"date":"2018-08-22T00:45:58","date_gmt":"2018-08-21T22:45:58","guid":{"rendered":"http:\/\/medientheologe.de\/cms\/?p=652"},"modified":"2021-12-17T19:44:57","modified_gmt":"2021-12-17T17:44:57","slug":"walking-the-dingleway","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/?p=652","title":{"rendered":"Walking the DingleWay"},"content":{"rendered":"<p><em>Heute mal ein ungew\u00f6hnlicher Blog-Beitrag. Ein Reisebericht, der\u00a0 Urlaubstipps gibt (1), \u00fcber den Unterschied zwischen Wandern und Pilgern nachdenkt (2) und einen Mittelweg zwischen zwanghafter Offlinezeit und Online-Ausschlachtung einer Tour propagiert (3). Ich bin mit einem Freund den Weg im August 2018 gelaufen und teile gerne meine Erlebnisse mit euch.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-657\" src=\"http:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180813_195305-300x149.jpg\" alt=\"\" width=\"389\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180813_195305-300x149.jpg 300w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180813_195305-768x382.jpg 768w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180813_195305-600x299.jpg 600w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180813_195305.jpg 942w\" sizes=\"auto, (max-width: 389px) 100vw, 389px\" \/><\/p>\n<h3>1. The Dingle Way<\/h3>\n<p>Der DingleWay ist ein gut beschilderter Wanderweg, der auf ca 180 Km in K\u00fcstenn\u00e4he die D\u00f6rfer und St\u00e4dte rund um die Dingle-Halbinsel verbindet. Es ist nicht immer der k\u00fcrzeste Weg, aber meist ein sch\u00f6ner Weg. Aber Achtung: Es ist kein flacher K\u00fcstenweg, sondern \u00fcberwindet \u00fcber seine acht Etappen gut 7600 H\u00f6henmeter! Also sollte man die Route mit Bedacht ausw\u00e4hlen. F\u00fcr Menschen, die auch noch Urlaub machen wollen, empfehle ich, die Etappen zu verk\u00fcrzen, Pausetage einzuplanen oder die erste und letzte Route (Tralee-Camp) wegzulassen. Auch kann man einzelne Stationen per Bus\/Taxi zur\u00fccklegen (falls sich morgens schon Dauerregen abzeichnet). Ein Doppelzimmer im B&amp;B bekommt man um die 30-50 EUR p.P., Hostelpreise liegen meist unter 20 EUR im Mehrbettzimmer (und man kann die K\u00fcche nutzen, um nicht jeden Tag im Pub zu essen &#8211; ca 20 EUR + Getr\u00e4nke).<br \/>\nDie Iren sind entspannte Menschen. Den meisten hat f\u00fcr die Buchung eine Email mit Vorname und Datum gereicht. Gezahlt wurde oft erst bei Abreise, ganz entspannt in bar, ohne Meldeschein und auf Vertrauensbasis. Auch das ist The DingleWay.<br \/>\nF\u00fcr die Tourplanung empfehle ich die grundlegende Frage: Was erwartest du von einem Wanderurlaub? Geht es um m\u00f6glichst viel k\u00f6rperliche Bewegung? Oder auch um das Sein in der Natur, ausgiebige Pausen, Ausschlafen, einen Stadtbummel oder Sightseeing an historischen St\u00e4tten? Wer den DingleWay an 8 Tagen l\u00e4uft, wird wenig drumherum mitbekommen. Dabei lohnt es sich, zumindest einmal am Tag innezuhalten, wahrzunehmen, in welch herrlicher Natur man unterwegs ist und zu genie\u00dfen. Das kann bei einer Pause am Strand sein (die M\u00f6glichkeit gibt es quasi jeden Tag!), auf einer Bank in den H\u00fcgeln (die sind selten, also nutzt sie, wenn ihr welche findet!) oder im Pub nach Feierabend (was in Irland quasi zum guten Ton geh\u00f6rt&#8230;). Man kann sich bei Obst und Wasser entspannen, Guinness und Cider vom Fass konsumieren oder diverse lokale Craft-Biere kennenlernen. Man kann im Hostel selber kochen (wenn es ein Gesch\u00e4ft vor Ort gibt!), in einigen Pubs sehr gut essen (z.B. &#8222;Ashe&#8217;s Pub&#8220; in Camp) oder sogar im B&amp;B hervorragend bekocht werden (erlebt im &#8222;Gleann Dearg&#8220; in Dunquin). Man kann f\u00fcr sich alleine bleiben, aber viel sch\u00f6ner ist es, sich auf Gemeinschaft einzulassen. Leicht kommt man mit anderen Wanderern, Gastwirten, Touristen und Locals ins Gespr\u00e4ch und lernt Schweden, Holl\u00e4nder, Franzosen, Italiener, Deutsche, \u00d6sterreicher, Schweizer, Amerikaner, Chinesen, Briten und Iren kennen. Auf meiner Tour habe ich schnell aufgegeben, mir alle Namen der Leute zu merken, die ich unterwegs getroffen habe <em>(ich hab euch trotzdem alle lieb!)<\/em>. Dennoch waren es tolle Begegnungen, gute Gespr\u00e4che (mal oberfl\u00e4chlich, mal gemeinsam leidend, mal witzig) und wertvoller Austausch \u00fcber die Route, Weg-Optionen und Erlebnisse.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-659\" src=\"http:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/DingleWay-300x160.jpg\" alt=\"\" width=\"384\" height=\"205\" srcset=\"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/DingleWay-300x160.jpg 300w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/DingleWay-768x408.jpg 768w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/DingleWay-1024x545.jpg 1024w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/DingleWay-600x319.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 384px) 100vw, 384px\" \/><\/p>\n<h3>2. Willst du wandern oder pilgern?<\/h3>\n<p>Ein Teil des DingleWay ist <a href=\"http:\/\/kerrycamino.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">offizieller Teil des Jakobsweges<\/a>, man kann also in drei Etappen von Tralee nach Dingle pilgern (mit Stempeln und Zertifikat). Man kann auch den gesamten Weg als Pilgerreise verstehen, kann sich auf eine innere Reise begeben, \u00fcber sich selber, das Leben und gro\u00dfe Themen nachdenken und den Kontakt zu Gott suchen. Oder man kann in geselliger Gruppe laufen, den Schwerpunkt auf Gespr\u00e4che, Austausch und die Gemeinschaft legen. Beides geht, aber man sollte sich entscheiden, um hinterher nicht frustriert zu sein. Ich hatte ein wenig von beidem. Prim\u00e4r war ich mit einem Studienfreund am Wandern, hatte gute Gespr\u00e4ch und immer wieder Austausch mit anderen Wanderern. Zwischendurch gab es aber auch mal Stunden in denen wir geschwiegen haben, wo die Gedanken kreisen konnten (vom Regen und Matsch zu Lebensfragen, Erinnerungen, Liedern und abstrusen Theorien). Dieses scheinbar ziellose Denken finde ich besonders bereichernd, weil es die M\u00f6glichkeit bietet, dass man mal auf ganz neue Ideen kommt, die man sich nicht bewusst ausgedacht hat. Als Inspirationsquelle habe ich das Buch <a href=\"https:\/\/shop.claudius.de\/ganz-da.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Ganz da&#8220; von Richard Rohr<\/a> mitgenommen und (fast) jeden Tag einen kleinen Impuls gelesen, der mich mal mehr und mal weniger blegleitet hat. F\u00fcr mich war es also eine Wanderung mit Pilgerelementen. Sorum finde ich es hilfreicher, weil man dann erfreut \u00fcber geistliche Erkenntnisse sein kann (andersrum hat man leicht zu hohe Erwartungen und ist dann unzufrieden, wenn man doch nur gewandert ist). Und als Tipp: Zu gro\u00dfe Gruppen halten eher auf (jeder muss zu unterschiedlichen Zeiten aufs Klo, hat Blasen, Hunger oder andere Bed\u00fcrfnisse&#8230;), aber alleine oder zu zweit kommt man normalerweise gut voran. Wir haben einige Menschen mit Zelten getroffen, da bietet es sich nat\u00fcrlich an, Zelt, Kocher und Utensilien auf mehrere Schultern aufzuteilen (wobei ich das nur erfahrenen Wanderern empfehlen w\u00fcrde). Im Normalfall (wenn man kein Gep\u00e4cktaxi f\u00fcr ca 20 EUR pro Tag mitbuchen m\u00f6chte), w\u00fcrde ich zu max 6-8Kg Rucksackgewicht (+ 2-3 Liter Wasser und Lunchpaket) raten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-660\" src=\"http:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180808_160812-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"398\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180808_160812-300x169.jpg 300w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180808_160812-768x432.jpg 768w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180808_160812-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180808_160812-600x338.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 398px) 100vw, 398px\" \/><\/p>\n<h3>3. Willst du auf dem Weg sein oder \u00fcberall?<\/h3>\n<p>Fr\u00fcher habe ich im Auslandsurlaub mein Handy grunds\u00e4tzlich ausgeschaltet. Vorwand waren oft die Roaminggeb\u00fchren aber der eigentliche Grund war, dass ich mal ganz da sein wollte, wo ich mich aufhalte und eben nicht erreichbar. Da ich in der digitalen Welt arbeite, kann ich schlecht &#8222;rein privat auf Facebook&#8220; unterwegs sein bzw. bin schnell in Versuchung eben doch mal berufliche Mails zu beantworten oder spannende Artikel zu lesen. Wer das m\u00f6chte &#8211; gerne! Aber man darf auch mal bewusst abschalten. Auch wenn mittlerweile die meisten Provider ohne Aufpreis das Telefonieren und Surfen zu Inlandsgeb\u00fchren erm\u00f6glichen (auf dem DingleWay ist der Empfang weitestgehend gut, quasi alle Herbergen bieten au\u00dferdem freies WLAN an), kann es hilfreich sein, bestimmte Themen einfach mal zu Hause zu lassen. Ein lange g\u00e4hrender Streit, der sich nicht schnell l\u00f6sen l\u00e4sst? Eine inhaltliche Herausforderung an der man schon lange br\u00fctet? Ein Echtzeit-Browsergame, bei dem man nur mal kurz ein paar Klicks t\u00e4glich macht? Lass es einfach mal zu Hause und lass dich auf echten Urlaub ein.<br \/>\nGleichzeitig bin ich ein Verfechter davon, dass gesunder Onlinekonsum auch im Urlaub bereichernd sein kann. Wenn man zum Beispiel holl\u00e4ndischen Touristen beim Gespr\u00e4ch \u00fcbers Pilgern mal schnell ein Foto von Hape Kerkeling (und seinen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ich_bin_dann_mal_weg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erfahrungen auf dem Jakobsweg<\/a>) zeigen kann oder unbekannte W\u00f6rter auf irischen Speisekarten \u00fcbersetzen l\u00e4sst, ist das hilfreicher Interneteinsatz. St\u00e4ndig im &#8222;Familienchat&#8220; oder anderen Messenger-Kommunikationen mitzulesen, kann aber durchaus gefangen halten. \u00c4hnlich, wie t\u00e4glich Urlaubsbilder bei Facebook oder Instagram zu posten. Es ist zwar sch\u00f6n, regelm\u00e4\u00dfig neidische Kommentare zu lesen und immer wieder in Kommentaren zu erkl\u00e4ren, wo man genau ist und was man genau macht, aber genau das kann auch echtes Dasein verhindern. Ich empfehle, vorher dar\u00fcber nachzudenken, wie man im Urlaub kommunizieren m\u00f6chte, das mit relevanten Personen klar abzusprechen und dann entspannt damit zu sein.<br \/>\nEin tolles Erlebnis war das Paar aus NewYork, mit denen wir abends in Dingle ein Bier im Pub getrunken und ein kurzes Gespr\u00e4ch gef\u00fchrt haben (Seid ihr verheiratet? Nein, vielleicht irgendwann mal&#8230;) und die am n\u00e4chsten Tag per Facebook von den Cliffs of Moher ihre Verlobung bekannt gegeben haben. Das war nat\u00fcrlich eine tolle Nachricht f\u00fcr die Freunde zu Hause in den USA und auch f\u00fcr uns (ob man so eine Urlaubsbegegnung &#8222;Freund&#8220; nennt, sei mal dahingestellt, aber ich f\u00fchle mich mit ihnen verbunden, weil wir unwissentlich einen sehr spannenden Zeitpunkt ihrer Beziehung miterleben konnten). So ganz ohne digitale Kommunikation w\u00e4re das untergegangen&#8230;<br \/>\nObligatorisch sei auch nochmal darauf hingewiesen, dass ein \u00f6ffentlicher Post &#8222;Ich bin jetzt 2 Wochen im Ausland und nicht erreichbar&#8220; inkl Postadresse gerne von Einbrechern genutzt wird, um leichte Beute zu machen, also Vorsicht, was man postet! Auch wenn meine Wohnung nicht unbewohnt war, habe ich mich entschieden, Urlaubsbilder erst nach der R\u00fcckkehr zu sortieren und zu posten. Interessanterweise bekam ich darauf dann Kommentare, die erkennen lie\u00dfen, Menschen dachten, ich w\u00e4re gerade im Urlaub. Es scheint also &#8222;das neue Normal&#8220; zu sein, live zu berichten. Wie auch immer du dich entscheidest, tu es bewusst \ud83d\ude42<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-661\" src=\"http:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180808_170655-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"369\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180808_170655-300x169.jpg 300w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180808_170655-768x432.jpg 768w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180808_170655-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180808_170655-600x338.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 369px) 100vw, 369px\" \/><\/p>\n<h3>Zum Abschluss hier noch unsere Streckenf\u00fchrung und ein paar Tipps aus unseren Erfahrungen:<\/h3>\n<p><em>Alles ohne Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit, Aktualit\u00e4t und ohne irgendwelche Provisionen. Wir waren im August 2018 unterwegs. Die Erfahrung eines vorherigen Irlandurlaubs lehrt uns, dass das Wetter ggf. im Mai besser sein kann und die Auslastung im Hochsommer (Achtung vor allem an irischen Bank-Holiday-Weekends!) macht es definitiv erforderlich, vorher exakt zu reservieren, wo man \u00fcbernachten m\u00f6chte. In der Vor-Saison, wurde mir erz\u00e4hlt, kann man auch flexibel eine Herberge suchen. So spontan sind die Iren auf jeden Fall, aber wenn voll ist, ist eben voll&#8230;<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Flug ab Frankfurt-Hahn (Achtung: hohe Parkgeb\u00fchren und enge Gep\u00e4ckgrenzen!) nach Kerry Airport (HHN-KIR), von da 1,5Km nach Farranfore laufen und per Zug nach Tralee (ca 15min).<br \/>\nIm Tourist Office den Pilgerpass besorgen und im echten Supermarkt bis Dingle Reiseproviant einkaufen.<\/li>\n<li><strong>\u00dcN1 in Tralee<\/strong>: Castle Hostel<br \/>\n<em>Entspannter, einfacher Stil und zentral gelegen. <\/em><em>F\u00fcr gutes Craft-Beer und lange Abende empfehle ich das Pub &#8222;The Blasket&#8220;.<\/em><\/li>\n<li><strong>1. Etappe: Tralee \u2013 Camp<\/strong><br \/>\n<em>Emotional sch\u00f6ner Start, weil man aus der Zivilisation langsam in die Wildnis kommt. Im Zweifel w\u00fcrde ich diese Etappe aber weglassen bzw. nur bei Sonne empfehlen, da der Weg gro\u00dfteils \u00fcber eine Wiese f\u00fchrt und sehr schlecht ausgebaut und matschig ist. Schaut eigentlich flach aus, hat aber 900 H\u00f6henmeter und zieht sich bei Dauerregen schier endlos!<\/em><\/li>\n<li><strong>\u00dcN2 in Camp:<\/strong> Finglas House<br \/>\n<em>Sehr nett, gute Zimmer und gutes Fr\u00fchst\u00fcck (&#8222;wie bei Muttern&#8220;).<\/em><\/li>\n<li><strong>2. Etappe: Camp \u2013 Annascaul<\/strong><br \/>\n<em>Sch\u00f6ne Tour, besserer Weg als am ersten Tag, aber wieder \u00e4hnlich viele H\u00f6henmeter. Daf\u00fcr wird man mit Inch Beach belohnt, wenn man den Weg zum Strand mitnimmt.<\/em><br \/>\n<em>Abends ist bein Besuch im \u201cSouth Pole Inn\u201d ein Blick in den Wandkasten (S\u00fcdpol-Erfahrung) obligatorisch.<\/em><\/li>\n<li><strong>\u00dcN3 in Annascaul:<\/strong> DingleGateHostel<br \/>\n<em>G\u00fcnstig und gut, aber gut 2 Km vom &#8222;Ortskern&#8220; abgelegen. Es gibt kein Gesch\u00e4ft\/Pub in der N\u00e4he, also eigentlich ung\u00fcnstig gelegen. Au\u00dferdem wird die dritte Etappe dadurch sehr lang.<\/em><\/li>\n<li><strong>3. Etappe: Annascaul \u2013 Dingle<\/strong><br \/>\n<em>Angenehmer Weg zuerst abw\u00e4rts zum Strand, hinterher wieder hoch nach Lispole. Ab da sind wir Bus gefahren, um Kr\u00e4fte zu sparen&#8230;<br \/>\nIn Dingle kann man hinter dem &#8222;Centra&#8220; f\u00fcr M\u00fcnzen W\u00e4sche waschen und trocknen. In der Zeit kann man gg\u00fc bei &#8222;Adams&#8220; lecker Essen, im &#8222;The Dingle Pub&#8220; Live Musik und Tanz erleben oder bei \u201cDick Mack\u2019s\u201d selbstgebrautes Bier kosten. Wer einen Pausetag einlegt, kann eine Brauereif\u00fchrung mitnehmen, nach &#8222;Funghi&#8220; dem Delphin Ausschau halten oder in der Dingle Distillery die Herstellung von Whiskey, Gin und Vodka kennenlernen.<\/em><\/li>\n<li><strong>\u00dcN4\/5 in Dingle:<\/strong> DingleHights B&amp;B<br \/>\n<em>Nicht so pers\u00f6nlich, aber top renoviert. Etwas oberhalb der Stadt, daher ruhig, aber auch viel Lauferei&#8230; Mitten in der Stadt w\u00e4re das g\u00fcnstige &#8222;Grapevine Hostel&#8220;, das aber ausgebucht war.<br \/>\n<\/em><\/li>\n<li><strong>4. Etappe: Dingle \u2013 Dunquin<\/strong><br \/>\n<em>Eine landschaftlich sch\u00f6ne Etappe mit Hund, Strand und einigen interessanten Steinformationen. Wer die genauer begutachten will, sollte mehr Zeit einplanen und evt auch einen Abstecher zum Slea Head einbauen.<\/em><br \/>\n<em>In Dunquin sagt man &#8222;Krugers Bar&#8220; nach, der westlichste Pub Europas zu sein. Zumindest ist es der einzige dort und es gibt gutes Bier. Achtung, kein Shop, wer kochen will (z.B. im Hostel) muss alle Zutaten mitbringen!<\/em><\/li>\n<li><strong>\u00dcN6 in Dunquin:<\/strong> B&amp;B Gleann Dearg<br \/>\n<em>Angenehmes Ambiente mit sehr leckerem Essen im weinbewachsenen Wintergarten. Abendessen und Lunchpaket kann vorbestellt werden.<br \/>\n<\/em><\/li>\n<li><strong>5. Etappe: Dunquin \u2013 Feohanagh<\/strong><br \/>\n<em>Eigentlich die sch\u00f6nste Etappe durch Wiesen, an Str\u00e4nden, Buchten, Klippen mit der Option zu einigen interessanten Abstechern, wenn man sich Zeit nimmt. (Ggf schon im &#8222;Coastguard House&#8220; \u00fcbernachten und einen Tag extra einplanen?) Auf dem Weg kann man au\u00dferdem das ber\u00fchmte &#8222;Gallarus Oratory&#8220; ansteuern.<\/em><\/li>\n<li><strong>\u00dcN7 in Feohanagh:<\/strong> Coill an R\u00f3is<br \/>\n<em>Sehr gastfreundlich und sehr hoher Qualit\u00e4ts-Standard. Um die Etappe k\u00fcrzer zu halten, w\u00e4re das &#8222;An Riasc&#8220; zu empfehlen, um die folgende Bergetappe zu verk\u00fcrzen und das Pub direkt vor Ort zu haben das &#8222;An Bothar&#8220;. Sonst gibt es nicht viel in der Gegend, also einfach weiterlaufen&#8230;<\/em><\/li>\n<li><strong>6. Etappe: Feohanagh \u2013 Cloghane<\/strong><br \/>\n<em>Hier gehts \u00fcbern Berg, die meiste Zeit ist es aber ein seichter Aufstieg\/Abstieg \u00fcber Wiesen und Wege. Bei Sonne sehr gut machbar, k\u00f6nnte bei Regen aber auch eine Schlammschlacht werden. Au\u00dferdem am Kamm sehr kalt und windig. Durch die Abgelegenheit kann hier ein alternativer Taxitransfer 40-50 EUR kosten.<\/em><\/li>\n<li><strong>\u00dcN8\/9 in Cloghane:<\/strong> Mount Brandon Hostel<br \/>\n<em>Das Zimmer war recht klein und hellh\u00f6rig, aber sch\u00f6n gelegen und empfehlenswert durch die absolut liebenswerte Gastgeberin Mary. Es gibt einen Pub und einen kleinen Shop und (ca 1-2 Km entfernt) sch\u00f6ne Str\u00e4nde. Wir haben hier einen Pausetag eingelegt, um nach der Bergtour auszuruhen. Vom Angebot her w\u00e4re das in Castlegregory besser gewesen, aber zum Auff\u00fcllen der Kraftreserven war es hier genau richtig.<\/em><\/li>\n<li><strong>7. Etappe: Cloghane \u2013 Castlegregory<\/strong><br \/>\n<em>Nach kurzem Einstieg geht der Weg vor allem 12Km lang am l\u00e4ngsten Strand Irlands entlang. L\u00e4sst sich wunderbar laufen, mit Schuhen auf hartem Sand oder bei gutem Wetter auch barfu\u00df im seichten Wasser. Wir haben die Landzunge abgek\u00fcrzt und daf\u00fcr eine lange Pause am Strand genossen. In der westlichen Bucht gab es durchaus surftaugliche Wellen, in der \u00f6stlichen Bucht ist das Wasser eher ruhig.<\/em><\/li>\n<li><strong>\u00dcN10 in Castlegregory:<\/strong> Fitzgeralds Hostel<br \/>\n<em>Einfach, recht laut, aber total entspannte Betreiber und entspannter Ort mit echtem Supermarkt und mehreren Pubs.<\/em><\/li>\n<li><strong>8. Etappe: Castlegregory \u2013 Tralee<\/strong><br \/>\n<em>Nach dem Regentrauma des ersten Tages sind wir &#8222;nur&#8220; die paar Kilometer nach Camp gelaufen (hat im Nieselregen genug Motivation gekostet) und sind von da aus Bus gefahren. Ansonsten h\u00e4tte man eine &#8222;D\u00e9j\u00e0-Vu-Route&#8220; und w\u00fcrde ggf. einigen Wanderern an ihrem ersten Tag begegnen, was sicherlich auch interessant w\u00e4re. Daf\u00fcr m\u00fcsste aber der Weg einfach besser gangbar sein, um das auf sich zu nehmen.<\/em><\/li>\n<li><strong>\u00dcN11 in Tralee:<\/strong> Castle Hostel<br \/>\n<em>War wieder nett und f\u00fchlt sich nach den zehn Tagen an, wie nach Hause kommen. Nochmal ein Abend &#8222;Stadtflair&#8220; und am n\u00e4chsten Tag wieder mit dem Zug zum Flughafen in Deutschland vom Flughafen nach Hause und erstmal entspannen. Ich w\u00fcrde nach so einer Wandertour raten noch min. 1-2 Tage zur Erholung einzuplanen, um den Urlaub\/Pilgerweg nachwirken zu lassen.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Bei der Planung geholfen hat mir eine <a href=\"http:\/\/www.dingleway.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Website mit Infos zu m Weg und \u00dcbernachtungen.<\/a><\/li>\n<li>Das ber\u00fchmte <a href=\"https:\/\/www.conrad-stein-verlag.de\/buecher-shop\/irland-dingle-way\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;gelbe Buch&#8220;<\/a>, das viele deutsche Wanderer dabei hatten, kann ich auch sehr empfehlen (schon allein f\u00fcr die Vorfreude), auch wenn eigentlich alle Infos online zu finden sind und der Weg gut ausgeschildert ist.<\/li>\n<li>Au\u00dferdem hatte ich die kostenlose Offline-Navigation &#8222;<a href=\"http:\/\/www.osmand.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">OSMAND<\/a>&#8220; mit Stra\u00dfenkarten von Irland (H\u00f6henlinien kosten extra) und den <a href=\"https:\/\/www.conrad-stein-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Dingle-Way-Download.zip\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GPX-Daten des Weges<\/a> (kostenlos) auf dem Handy installiert. Das hilft als Backup und \u00dcbersicht.<\/li>\n<li>GB Stromadapter nicht vergessen und alle Technik regensicher verpacken!<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute mal ein ungew\u00f6hnlicher Blog-Beitrag. Ein Reisebericht, der\u00a0 Urlaubstipps gibt (1), \u00fcber den Unterschied zwischen Wandern und Pilgern nachdenkt (2) und einen Mittelweg zwischen zwanghafter Offlinezeit und Online-Ausschlachtung einer Tour propagiert (3). Ich bin mit einem Freund den Weg im August 2018 gelaufen und teile gerne meine Erlebnisse mit euch. 1. The Dingle Way Der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":663,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,11,3],"tags":[191,190,193,41,192],"class_list":["post-652","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-kreatives","category-social-media","tag-dingle","tag-irland","tag-pilgern","tag-urlaub","tag-wanderung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/652","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=652"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/652\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":665,"href":"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/652\/revisions\/665"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/663"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=652"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=652"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=652"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}