{"id":314,"date":"2014-11-11T20:01:37","date_gmt":"2014-11-11T18:01:37","guid":{"rendered":"http:\/\/medientheologe.de\/cms\/?p=314"},"modified":"2023-07-04T21:43:03","modified_gmt":"2023-07-04T19:43:03","slug":"was-hat-tanzen-mit-theologie-zu-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/?p=314","title":{"rendered":"Was hat Tanzen mit Theologie zu tun?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Was hat Tanzen mit Theologie zu tun? Viel!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im europ\u00e4ischen Gesellschaftstanz schweben Mann und Frau gemeinsam \u00fcbers Parkett. Die F\u00fchrende Person (meist Herr) animiert die Gef\u00fchrte (meist Dame) durch gekonnte Impulse zu atemberaubenden Drehungen. Im Rock&#8217;n&#8217;Roll katapultieren sich die Partner sogar gegen die Erdanziehungskraft in luftigen H\u00f6hen.&nbsp; Und selbst beim Freien und flexiblen Disco-Tanz gibt meist eine Person Bewegungen vor, auf die andere reagieren und sich gegenseitig abstimmen. F\u00fchren und gef\u00fchrt werden ist ein elementarer Bestandteil des Tanzens (komplett egozentrisch freier Tanz mal ausgenommen).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-343\" title=\"Foto: Reinhard Engel, Kn\u00fcllHouse\" src=\"http:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/f\u00fchren-300x180.jpg\" alt=\"f\u00fchren\" width=\"232\" height=\"139\" srcset=\"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/f\u00fchren-300x180.jpg 300w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/f\u00fchren.jpg 372w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px\" \/>Wenn ich (z.B. bei einer <a href=\"http:\/\/www.tanz-freizeit.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tanz-Freizeit<\/a>) \u00fcber F\u00fchrung nachdenke, merke ich, dass ich mein Gottesbild sehr gut in diesem Miteinander von Mann und Frau wiederfinde. Der Mann hat eine Raumorientierung, h\u00f6rt den Rhythmus und leitet seine Tanzpartnerin zu Bewegungen an, die zum vorhandenen Raum, der Musik und der Gesamtsituation passen. Die Frau ist also in dem Bild der Mensch. Sie wird nicht versklavt, nicht darauf festgelegt bestimmte Bewegung zu machen, aber wird durch sensible Impulse, Vorgaben und eine &#8211; mal st\u00e4rkere mal schw\u00e4chere &#8211; Leitung in Bahnen gelenkt, die f\u00fcr sie und die Gemeinschaft am Besten sind. Innerhalb dieses Rahmens kann sie sich frei entfalten, kann einen eigenen Stil entwickeln und den Tanz durch ihren Charakter individuell pr\u00e4gen. Aber sie tut gut daran, sich auf die F\u00fchrung einzulassen und dem F\u00fchrenden zu vertrauen.<br \/>\nWenn man den Mann beim Tanzen mit Gott vergleicht, wird klar, dass Gott nicht im luftleeren Raum nach Gutd\u00fcnken handelt, sondern dass auch er in einen Kontext eingebunden ist. Er \u00fcberblickt, wo Platz ist, welche Bewegugnen auf die Musik passen und was er jetzt einleiten kann, um gleich eine passende Bewegung zu machen. Dabei kennt er Vorlieben und M\u00f6glichkeiten der Tanzpartnerin und versucht, sie gut dastehen zu lassen. Denn ein Tanzpartner, der sich nur selber verwirklicht und seine Partnerin blamiert, ist kein guter T\u00e4nzer. Wer aber (als Frau) spektakul\u00e4re Figuren tanzen m\u00f6chte, wird schnell merken, dass man sich daf\u00fcr einem Menschen anvertrauen muss. Nur so kann man sch\u00f6n Drehen oder sogar akrobatisch durch die Luft fliegen. Ohne Vertrauen in den Partner geht das nicht. Ebenso erlebt man auch im Glauben die besonderen Dinge nur, wenn man sich Gott anvertraut und ihn f\u00fchren l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-344\" title=\"Foto: Reinhard Engel, Kn\u00fcllHouse\" src=\"http:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/beziehung-221x300.jpg\" alt=\"beziehung\" width=\"159\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/beziehung-221x300.jpg 221w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/beziehung.jpg 453w\" sizes=\"auto, (max-width: 159px) 100vw, 159px\" \/>Tanzen ist ein Sinnbild f\u00fcr die Beziehung zwischen Gott und Mensch. Dass Tanzen dazu auch noch therapeutischen (K\u00f6rpererfahrung, Gemeinschaft &amp; Abgrenzung) und gesundheitlichen Wert (Muskelaufbau, Gelenkigkeit, Koordination, Gehirntraining) hat, macht es umso wertvoller. Gerade im Alter wird es \u00e4rztlich empfohlen und wer fr\u00fchzeitig grundlegende Schritte und Bewegungen lernt, kann sp\u00e4ter darauf zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-345\" title=\"Foto: Reinhard Engel, Kn\u00fcllHouse\" src=\"http:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/kommunikation-206x300.jpg\" alt=\"kommunikation\" width=\"169\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/kommunikation-206x300.jpg 206w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/kommunikation.jpg 439w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/>Nicht umsonst ist der Tanz eine sehr fr\u00fche Form menschlicher Kommunikation. Biblische Belege zeigen, dass er als Ausdruck von Freude und Dankbarkeit im Volk Israel fest verankert war und auch in Jesu Gleichnissen wird gefeiert und getanzt, wenn man sich freut (z.B. Ex 15,20, 2.Sam 6,16, Lk 15,25). Eine positive Theologie wird den Lebensgenuss immer \u00fcber die Abstinenz stellen. Nat\u00fcrlich ist ein zeitweiser Verzicht als bewusste K\u00f6rper\u00fcbung oder Fokussierung nicht verkehrt, aber als ganzheitlich gesundes Konzept geh\u00f6ren Freude und k\u00f6rperlicher Ausdruck zusammen. Denn wenn wir Emotionen in Bewegung umsetzen, k\u00f6nnen wir uns tiefer und ehrlicher ausdr\u00fccken als bei rein innerlicher Freude.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Erfahrungen in den letzten 22 Jahren sind, dass Menschen durch den Tanz positiv gepr\u00e4gt werden, Traumata \u00fcberwinden k\u00f6nnen, sich k\u00f6rperlich positiv entwickeln, ein sicheres Auftreten und positives Selbstwertgef\u00fchl entwickeln und insgesamt eine ausgeglichenere Pers\u00f6nlichkeit werden. Nicht&nbsp; jedem liegt dabei das gleiche und es gibt durchaus auch Menschen, die zumindest dem standardisierten Paartanz den R\u00fccken kehren, weil er ihnen mehr Probleme bereitet als er l\u00f6st. Das ist OK. F\u00fcr viele andere werden Beziehungen tiefer und harmonischer, berufliche Stresssituationen leichter zu ertragen und die Gottesbeziehung entspannter, weil man auch zu Fehlern und Unperfektheit stehen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-346\" title=\"Foto: Reinhard Engel, Kn\u00fcllHouse\" src=\"http:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/tanz-freizeit-300x170.jpg\" alt=\"tanz-freizeit\" width=\"226\" height=\"128\" srcset=\"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/tanz-freizeit-300x170.jpg 300w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/tanz-freizeit-600x340.jpg 600w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/tanz-freizeit.jpg 914w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/>Theologisch gesehen ist Tanzen also sinnvoll und wertvoll f\u00fcr den einzelnen und die Gemeinschaft. Ob und welche Form f\u00fcr jemanden individuell passend ist, kann sich unterscheiden. Wer m\u00f6chte, dem zeige ich erste Grundschritte in angenehmer Atmosph\u00e4re, um mal ganz stressfrei reinzuschnuppern:<br \/>\nIm Mai 2015 in Rotenburg (Fulda), im Oktober in Altenkirchen (Westerwald), im Februar und November im Kn\u00fcllHouse (Neukirchen). Au\u00dferdem regelm\u00e4\u00dfig im Marburger Unisport und bei Lehrg\u00e4ngen in Rostock und Marburg. Mehr Infos: <a href=\"http:\/\/www.tanz-freizeit.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.tanz-freizeit.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was hat Tanzen mit Theologie zu tun? Viel! Im europ\u00e4ischen Gesellschaftstanz schweben Mann und Frau gemeinsam \u00fcbers Parkett. Die F\u00fchrende Person (meist Herr) animiert die Gef\u00fchrte (meist Dame) durch gekonnte Impulse zu atemberaubenden Drehungen. 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