{"id":1716,"date":"2025-07-20T23:10:35","date_gmt":"2025-07-20T21:10:35","guid":{"rendered":"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/?p=1716"},"modified":"2025-07-20T23:24:59","modified_gmt":"2025-07-20T21:24:59","slug":"artmachine-mein-interaktiver-kunst-assistent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/?p=1716","title":{"rendered":"artmachine &#8211; mein interaktiver Kunst-Assistent"},"content":{"rendered":"\n<p>F\u00fcr mehrere Aktionen im Sommer 2025 habe ich ein interaktives Kunstwerk geschaffen. &#8222;The Circle of life\/lAIf&#8220; ist ein Zyklus-Zyklus, der sich in f\u00fcnf Prosatexten mit zyklischen Elementen unserer Existenz besch\u00e4ftigt. Zus\u00e4tzlich gibt es eine KI-Komponente, eine Visualisierung und eine Interaktionsm\u00f6glichkeit. Das Gesamtkunstwerk wird also von mir angesto\u00dfen, nimmt aber auch Impulse der Maschine und des Publikums auf, sodass es interaktive Kunst ist. Die Pr\u00e4sentationsform ist erstmal eine Textsammlung, auf Papier bzw am Display. Dann wird dieser Textkorpus als Audio gelesen und zur besseren Rezeption visualisiert. Dann wird sie eine visuelle Pr\u00e4sentation bei einem Event vor Ort, wirkt auf Menschen, die darauf reagieren. Diese Reaktionen werden zu Bildern und im letzten Schritt werden aus den Bildern Videos, die Publikumsreaktionen im Laufe des Projektes verbinden. An jeder Stelle des Prozesses kann ich als K\u00fcnstler eingreifen, lasse aber auch einen Freiraum f\u00fcr Flow, Entwicklung und das, was ich nicht kontrollieren kann. Nur im Notfall greife ich moderierend ein oder behebe technische Pannen. Ansonsten lasse ich den Dialog zwischen KI und Publikum einfach laufen. \u00dcber den Inhalt werde ich sp\u00e4ter berichten, hier erstmal ein technischer Blick auf die Maschine hinter der Kunst:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/k3-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"379\" src=\"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/k3-1024x379.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1721\" srcset=\"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/k3-1024x379.jpg 1024w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/k3-300x111.jpg 300w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/k3-768x284.jpg 768w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/k3-1536x568.jpg 1536w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/k3-2048x757.jpg 2048w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/k3-1320x488.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Meine &#8222;artmachine&#8220; ist ein Raspberry Pi 5, ein Minicomputer, der auf Debian-Linux basiert und f\u00fcr automatisierte Aktivit\u00e4ten optimiert ist. Angeschlossen ist nach Plan nur ein gro\u00dfes Display. Dort werden die KI-generierten Ergebnisse der Publikumsinteraktion dargestellt. Aber kann man \u00fcberhaupt bildgebende KIs auf einem Einplatinencomputer ohne externe Grafikkarte betreiben? Kurze Antwort: Jein! Eigentlich reicht laut einiger Berichte sogar ein Pi Zero (also die Minimalversion des kleinen Bruders) aus, aber dann macht das Ganze keinen Spa\u00df. Und urspr\u00fcnglich habe ich das Hailo-8L AI Kit gekauft, um einen externen NPU f\u00fcr die KI-Aufgaben zu haben. Leider hatte ich schlampig recherchiert und erst sp\u00e4ter rausgefunden, dass dieses Kit zwar KI-Aufgaben in der Bilderkennung \u00fcbernehmen kann, aber eben keine LLMs unterst\u00fctzt. Also l\u00e4uft meine KI nur auf der CPU und das reizt das System nat\u00fcrlich ganz gut aus. Aber ich habe etwas experimentiert, mit den Parametern und kommandozeilenbasierten LLMs gespielt und bin bei Stable Diffuion XL-Turbo h\u00e4ngen geblieben. Damit kann ich eine Teilgrafik in 2-3min komplett lokal erzeugen. Und weil ich nicht den gesamten FullHD-Monitor generiere, sondern 5 Elemente abwechselnd erzeugt werden, reicht es vollst\u00e4ndig aus, in jedem Gang 512&#215;512 Pixel gro\u00dfe Bilder zu erzeugen. Wenn n\u00e4chstes Jahr eine LLM-taugliche M2-Extention rauskommt, kann man da ggf upgraden, aber f\u00fcrs erste bin ich zufrieden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ki1-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"409\" src=\"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ki1-1024x409.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1719\" srcset=\"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ki1-1024x409.jpg 1024w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ki1-300x120.jpg 300w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ki1-768x307.jpg 768w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ki1-1536x614.jpg 1536w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ki1-2048x819.jpg 2048w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ki1-1320x528.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Und 3min ist auch die Zeit, die ich eingeplant habe. Ca. 3min dauern die Lesungen, die zum Nachdenken einladen und am Ende eine Textbox \u00f6ffnen. Mit der Eingabe dauert dann die Generierung nochmal ca. 3min, w\u00e4hrend die Zuschauer \u00fcber die verschiedenen Visualisierungsgedanken ins Gespr\u00e4ch kommen k\u00f6nnen. Wenn dann das Bild zum eigenen Prompt generiert ist, beginnt der n\u00e4chste Zyklus. <br>Da es f\u00fcnf Texte gibt kann man sich also in 6-8min mit einem Text besch\u00e4ftigen oder in 30-60min alle 5 Themen durchgehen, um den ganzen Zyklus zu bedenken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ki2-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"394\" src=\"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ki2-1024x394.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1720\" srcset=\"https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ki2-1024x394.jpg 1024w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ki2-300x115.jpg 300w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ki2-768x295.jpg 768w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ki2-1536x591.jpg 1536w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ki2-2048x788.jpg 2048w, https:\/\/medientheologe.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ki2-1320x508.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Durch die fehlende NPU wird das gleichzeitige Anzeigen einer Vollbildpr\u00e4sentation, des Textvideos und die KI-Berechnung aber auf einem Pi nicht laufen. Daher kommt noch ein Pi 4 zum Einsatz, auf dem dann die Videos und Bilder angezeigt werden, w\u00e4hrend der Pi 5 nur f\u00fcr die KI-Berechnung reserviert bleibt. Ggf h\u00e4tte ich noch einen alten Pi 3 rumliegen, der zumindest eine Slideshow der bisherigen Bilder anzeigen k\u00f6nnte. Da muss ich nochmal pr\u00fcfen, welche Kombination f\u00fcr welchen Zweck am Besten geeignet ist. Aus einer artmachine sind also 2-3 Maschinen geworden, die Hand in Hand dazu f\u00fchren, dass ein innovatives Kunstprojekt Realit\u00e4t wird. Aktuell teste ich es auf Herz und Nieren, damit ab dem 31.7. bei der Premiere beim Freakstock alles funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist mir, dass alle Prozesse offline m\u00f6glich sind, um datentechnisch save zu sein und unabh\u00e4ngig von Funkmasten etc. Zwar ist eine Feedbackm\u00f6glichkeit vom eigene Handy \u00fcber ein Onlineformular eine nette Option, aber auch ohne diese Schnittstelle soll eine rein lokale Variante funktionieren und zeigen, das KI-Kunst auch ohne kommerzielle Anbieter mit vernebelten Trackingzielen funktionieren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Perspektivisch will ich \u00fcbrigens auch noch mit anderen LLMs, mit Spracherkennung und Bildverfremdung experimentieren. Schon alleine, um den tollen KI-Chip (immerhin mit 26 TOPS) mal einzusetzen. Also z.B. eine Fotobox, in der man sein Lieblingstier nennt und dann ein Foto bekommt, in dem man das Gesicht seines Lieblingstieres bekommt. Oder ein Fu\u00dfballvideo in dem alle als Dinosaurier dargestellt werden? Mal schaun, was mir noch einf\u00e4llt&#8230;<br>In jedem Fall sind solche Kunstprojekte auch immer tolle M\u00f6glichkeiten, mit Menschen \u00fcber pro und cotra von KI-Kunst zu reden, denn nat\u00fcrlich m\u00f6chte ich nicht unterst\u00fctzen, dass in Zukunft keine K\u00fcnstler mehr bezahlt werden, um z.B. Grafik\/Musik\/Videos\/Webseiten zu erstellen, aber eine KI-lose Gesellschaft wird es wohl auch nicht mehr geben, daher m\u00fcssen wir lernen, wo wir menschliche Kreativit\u00e4t und Kunstfertigkeit und die Produktivit\u00e4t von KI bei Standardarbeiten gut kombinieren k\u00f6nnen. Hinter der artmachine steht also auch die Frage: In was f\u00fcr einer Welt wollen wir leben?<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr mehrere Aktionen im Sommer 2025 habe ich ein interaktives Kunstwerk geschaffen. &#8222;The Circle of life\/lAIf&#8220; ist ein Zyklus-Zyklus, der sich in f\u00fcnf Prosatexten mit zyklischen Elementen unserer Existenz besch\u00e4ftigt. Zus\u00e4tzlich gibt es eine KI-Komponente, eine Visualisierung und eine Interaktionsm\u00f6glichkeit. 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