Archiv der Kategorie: Theologie

…wissenschaftlich von Gott reden

Immer noch „Nun“

Das arabische Schriftzeichen Nun ging um die Welt. Auf Facebook und Twitter, auf Postkarten und T-Shirts, bei Gebets-Flashmobs und in Diskussionen haben sich seit Sommer 2014 tausende Menschen hinter die Opfer von religiös motiviertem Terror gestellt und für Glaubensfreiheit protestiert. Auch ich habe damals mein Facebook Profilbild angepasst und den folgenden Text übernommen:

Arabisch „N“ für Nazarene, also „Nazarener/Christ“ ist das Zeichen, mit dem militante ISIS Anhänger die Häuser von Christen in Mossul markiert haben. Inzwischen mussten alle Christen Mossul verlassen.
Mein verändertes Profilbild soll zeigen: ich bin auch einer von denen, die mit diesem Jesus unterwegs sind und ich leide mit meinen Schwestern und Brüdern, die um ihres Glaubens willen verfolgt werden – im Irak, in Syrien, in Nigeria und an so vielen anderen Orten.
Und ich wünsche mir, dass sich Menschen muslimischen Glaubens von diesem barbarischen und unmenschlichen Verhalten distanzieren und es vorbehaltlos verurteilen – gerade diejenigen, die politische oder religiöse Verantwortung tragen.
Zugleich steht aber dieses „N“ auch dafür, dass NIEMAND um seines Glaubens willen verfolgt, mißhandelt, seiner Menschenrechte beraubt oder getötet werden soll.

Seit Sommer ist einige Zeit vergangen, das ganz große Medienecho ist verschwunden und auch die Profilbilder sind weitestgehend wieder echten Köpfen gewichen. Ich habe schon mehrfach nachgedacht, mein Gesicht wieder zu zeigen, weil das ja eigentlich der Sinn des Profilbildes ist und ich möchte, dass Leser meine Kommentare zuordnen können. Aber da die Situation gegen die ich protestiere in keinster Weise besser geworden ist, habe ich mich jedes Mal dagegen entschieden.

In den letzten Wochen kam mir jetzt allerdings der Gedanke, dass ich mich wunderbar hinter dem einmal gesetzten Profilbild verstecke und bei weiteren Schreckensmeldungen eher abschalte. Immer noch werden Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt. Und als Abschluss meiner Nun-Foto-Zeit möchte ich deren Schicksal bewusst nochmal thematisieren. Ich lese von grausamen Massakern, Folter und Exekutionen aus Syrien, dem Lybanon, Ägypten, Sudan, Indien, Irak oder auch in anderer Form aus Frankreich, England, den USA und Deutschland. Egal ob es dabei um Alltags-Antisemitismus, um gefolterte Moslems in amerikanischen Gefängnissen, Selbstjustiz durch militante Abtreibungsgegnern oder Peitschenhiebe für das Aussprechen einer unbequemen Wahrheit geht. Ich fordere Glaubensfreiheit für Menschen aller Kulturen und Überzeugungen. Der Mainstream des Christentums hat in einem langen und blutigen Prozess gelernt, Liebe statt Hass zu verkünden, große Strömungen im Islam sind da scheinbar noch auf dem Weg (ich beziehe mit mit diesen Pauschalisierung nicht auf einzelne Gläubige, sondern auf das mir durch die Medien offenbarte Bild der Mehrheitsströhmungen). Auch Anhänger des Buddhismus, Hinduismus und Atheismus sind durchaus zu menschenverachtenden und gewalttätigen Repressionen in der Lage. Und für ein globales Miteinander ist es nötig, dass Extremisten auf allen Seiten lernen, einander stehen zu lassen.

Um auf die Situation verfolgter Christen hinzuweisen, informiert OpenDoors jährlich im Weltverfolgungsindex über Verfolgungssituationen.

Wenn ich nun also nicht mehr mit meinem geänderten Profilbild demonstriere trete ich immer noch für weltweite Glaubensfreiheit und Liebe statt Hass ein und gegen ein Vergessen oder Verharmlosen der bestialischen Grausamkeit, die auch heutzutage für viele Menschen bittere Realität ist.

Folge dem Stern-Pfeil

Je nach Tradition endet die Weihnachtszeit in den meisten Kirchen heute oder am kommenden Wochenende. Weihnachten? Irgendwie scheint das alles schon so lang her zu sein. Lebkuchen seit Ende August, Weihnachts-Deko seit September, Geschenke kaufen seit Oktober und Glühwein ab November. Da freut man sich, wenn am 26. Dezember endlich alles vorbei ist …
Eigentlich ist es andersrum gedacht: Weihnachten ist nicht das Ende, sondern der Anfang der Freudenzeit. Ursprünglich war die Adventszeit eine Fastenzeit (ähnlich wie vor Ostern) und ab Heiligabend wurde dann die Geburt Christi gefeiert bis (mindestens) zum 6. Januar.
Daher kommt ja auch mein traditioneller Weihnachts-Rundbrief immer erst im Januar und heute hier schonmal ein Auszug daraus für euch als Weihnachtsgruß:

„In welche Richtung willst du gehen?
Alles hat Folgen.
Forscher & Arbeiter, die nicht alles hatten,
ein Architekt und ein schwangeres Mädchen folgen
dem Stern von Bethlehem, denn
das Christkind lässt sich gerne finden!
Frohe Weihnachten 2014.“

stern-pfeil_webDie Geschichte ist schon krass:
Gelehrte Menschen aus dem Osten machen sich auf. Sie reisen aufgrund ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse hunderte von Kilometern, um einen neuen König zu begrüßen. Sie lassen sich von kosmischen Phänomenen leiten, bis sie ihn finden. Ob es drei waren, wissen wir nicht. Ob sie Könige oder Sterndeuter waren und was mit den Geschenken passierte, ist nebensächlich. Wichtig ist: Sie haben Jesus gesucht und gefunden. Der Stern hat ihnen den Weg gezeigt.

Dann sind da die Lohnarbeiter, die am Heiligabend zur Nachtschicht auf dem Felde verdonnert sind und in ihrem tristen Alltag eine übernatürliche Erscheinung haben, die sie dazu antreibt, sich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens zu machen. War Alkohol im Spiel? Was war mit den Schafen? Sind sie hinterher zurück zur Arbeit gegangen oder haben sie den Job verloren? Unwichtige Fragen hinter der Erkenntnis, dass es sich lohnt, im Alltagsleben offen für göttliche Intervention zu bleiben. Auch sie haben sich auf den Weg gemacht, der ihnen gewiesen wurde.

Ebenso das junge Paar, verlobt aber noch nicht verheiratet. Auf einmal ist sie schwanger, aber nicht von ihm. Sie bleiben zusammen, gehen durch dick und dünn zur Zählung im überfüllten Bethlehem, später nach Ägypten und zurück nach Nazareth. Aufgrund eines Engels. Wie das biologisch tatsächlich war ist völlig egal. Irgendwo treffen sich Historie und Mythos. Relevant ist, dass beide den Worten Gottes vertraut haben und seinen Weg eingeschlagen haben. Maria war bereit, ihre Lebensplanung auf den Kopf stellen zu lassen und Josef war die Beziehung zu Maria und die Zusage Gottes wichtiger als soziale Anerkennung und der „normale Werdegang“.

Alle diese Personen treffen sich beim Stern an der Krippe. Da wo Gottes Licht in die Welt kommt. Dafür ist der Stern von Bethlehem ein gutes Bild. Er weist darauf hin, dass Weihnachten etwas entscheidendes passiert ist. Daher ist der Stern auch ein Pfeil, der uns darauf hinweist, worum es im Leben geht. Ich habe dieses Jahr einen Weihnachtsgruß als Pfeil-Stern gebastelt. krippe_webUnd ich habe mir die Frage gestellt, wo Gott mir die Richtung weisen möchte. Ich hab zwar keine kosmische oder innere Erscheinung gesehen und musste auch nicht nach Ägypten auswandern. Aber der Neuanfang in Erfurt ist für mich eine deutliche Führung Gottes, die er über lange Zeit vorbereitet hat. Deshalb kann ich ihm gerne folgen, weil ich ihm vertraue, dass er mich zu einem guten Ziel führt.

In welche Richtung willst DU gehen? Wo stehst du in der Stern-Geschichte? Machst du dich aufgrund rationaler Erkenntnis auf die Suche nach Gott? Oder aufgrund einer emotionalen Begegnung? Oder müsste Gott innerlich dein ganzes Leben auf den Kopf stellen, damit du aufhorchst? Probiers doch mal! Gott hat ein Interesse daran, auch dir deinen Weg zu weisen und ihn mit dir zu gehen. Nimm dir Zeit und mach dich auf den Weg. Das Tempo ist dabei zweitranging, solange die Richtung stimmt…

Zum Nachlesen die Bibeltexte: Matthäus 2 und Lukas 2

Advent, Advent, eine Lichterkette blinkt…

adventskranzGestern war erster Advent. Eine Kerze am Adventskranz leuchtet. Nur eine – auch wenn schon vier da stehen. Dadurch ist es noch recht düster im Raum, aber das macht die besondere Stimmung ja gerade aus. Nächste Woche wird es dann etwas heller, danach noch heller und Weihnachten wird es richtig hell. So ist das gedacht. Eigentlich eine sehr starke mediale Aussage. Wir üben uns im Verzicht. Die Kerzen sind von vorne herein da, aber der Lichtschein steigert sich erst allmählich.

Übrigens ist der erste Advent auch gleichzeitig der Beginn eines neuen Jahres. Der finale Countdown des Kalenderjahres wird zwar bei den meisten erst Silvester angezählt, aber inhaltlich macht das Kirchenjahr viel mehr Sinn:
Wir fangen im dunklen November an und erleben, wie es im Advent hell wird, feiern Jesu Geburt, sein Wirken, seinen Tod und Auferstehung. Dann Himmelfahrt und Pfingsten die Ausgießung des Heiligen Geistes und damit die Geburtsstunde der Kirche. Im Sommer und Herbst schließlich das weltweite Wirken Gottes durch „seine Menschen“ bis hin zum Toten- oder Ewigkeitssonntag. Am Ende wird es wieder dunkler, wir denken auch an das Leid, den Tod und das, was noch zu tun ist, damit Gottes Licht alle Menschen erreicht. Und wenn die Dunkelheit uns zu umschlingen droht, fangen wir wieder mit der Hoffnung des Advents an und es wird hell. Stück für Stück.

Ich darf mich nicht über den überschwenglichen Lichterglanz vieler Städte, Menschen und Weihnachtsmärkte beklagen, die nicht mehr warten können und sofort Instant-Freude per Blink-LED-Lichterkette produzieren wollen.  Ich war ja auch mit einer Hot-Cocktail-Aktion beteiligt an so einer Aktion und hab mich gefreut, dass viele Leute uns letztes Wochenende besucht haben. Solche Events sind etwas Schönes und können Menschen guttun. Aber jetzt versuche ich, wieder auf langsam zu schalten und vom kleinen zum großen Hoffnungsschimmer gemächlich voranzuschreiten. „Alles hat seine Zeit“ – auch die kleinen Lichter.

Frohe Adventszeit!

Meine Zeit steht in deinen Händen…

Wie sieht deine Zeiteinteilung aus?

zeitplanArbeit, Essen, Schlafen. Zwischendurch Zeit für Familie, Freunde, Hobby oder Gott? Oder doch lieber Zeitung lesen, Fernsehen, DVDs, Haushalt, Romane, Puzzle, Brett- oder Rollenspiele, Sport und Kreativität? Jeder Mensch hat 24h Zeit und kann sie nach gutdünken aufteilen. Das ist manchmal gar nicht so einfach.

Wenn man sich dann auch noch mit digitalen Medien befassen soll und Facebook, Twitter, YouTube und Co. ihren zeitlichen Anteil im Tagesplan haben wollen ist oft die zeitliche Überforderung ein Argument gegen Social Media.

termineAls „guter Christ“ setzt man die Zeit oft priorisiert für geistliche Dinge ein: Gottesdienst, Hauskreis, Gebetstreff, Bibelstudiengruppe, Mitarbeit in diakonischen oder evangelistischen Projekten, um anderen Menschen zu helfen. Das können schonmal 10-20h pro Woche sein. Dadurch müssen andere Bedürfnisse kürzer treten. Die Bibel selber sagt dabei weder etwas gegen mediale Kontemplation noch gegen gemeinschaftliche Fröhlichkeit. Im Gegenteil ein wilder Lebensstil außerhalb der gutbürgerlichen Norm scheint Gott zu gefallen (z.B. Simson, Elia, Johannes der Täufer). Unsere biblischen Vorbilder sind in ihrem Lebensstil sehr viel individueller als der kirchliche Normalfall oft suggeriert.

Von Jesus lesen wir, dass er bewusst Kontakt zu Menschen mit zweifelhaftem Lebenswandel gesucht hat und sich auf ihre Partys einladen liess. Seine Nachfolger heute tun das eher selten. Um für solch experimentelle Begegnungen tatsächlich Zeit zu haben, wäre eine Beschränkung der kircheninternen Beschäftigungstherapie oft der erste Schritt. Dabei möchte ich weder Kirchenchor  noch Gemeindefußballgruppe schlecht machen, aber den Blick öffnen,  Normalität größer zu denken. Durch gute geistliche Gemeinschaft kann man im Glauben stetig wachsen. Aber nur, wer auch außerhalb der Gemeindegrenzen lebt und Menschen dort auf Augenhöhe begegnet, kann neue Sichtweisen zu alten Fragen finden und authentisch von Gottes Gnade weitersagen. Nicht als „missionarischer Plan“, sondern als gemeinschaftliches Leben und ehrlicher Austausch mit gleichwertigen Menschen. Wovon das Herz voll ist, davon fließt der Mund über (Mt 12), wenn man ihn lässt und den Tag nicht mit „wichtigen Terminen“ vollpflastert. Dieser Lebensstil gibt die Freiheit, das Leben zu genießen. Und Genuss ist eine geistliche Grundlage (wie hier dargelegt).

Das Grundproblem bleibt bestehen. Unser Tag hat immer noch nur 24 Stunden und es gibt immer noch viel mehr, was man tun könnte. Aber wer sich auf physischer Ebene für die Welt öffnet und lebt, kann sich auch in virtuellen Realitäten auf ganz unterschiedliche Menschen einlassen. Das Zeitbudget für digitale Social-Media-Kommunikation gibt es leider nicht zusätzlich. Aber wer im analogen Leben mit sozial-medialer-Lebensweise vertraut ist, kann die digitalen Kanäle als verlängerten Arm des normalen sozialen Lebens sehen. Dann spielt man nicht die „alten Werte“ gegen die „neuen Medien“ aus, sondern erkennt, dass auch traditionelle Begegnungen schon mediale Kanäle waren und auch neue Formen auf einem vorweggenommenen Wertekanon aufbauen. Und man erkennt, dass wir unsere Lebenszeit letztlich wirklich nicht selber in der Hand haben, sondern Aktion und Kontemplation, Termine und Genuss auch im digitalen Zeitalter als Geschenk aus Gottes Hand empfangen.

Nur wer genießt, kann vergeben

Heute Nacht kam mir der Gedanke:

„Nur wer genießt, kann vergeben.“

Der Satz klingt erstmal komisch, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto wahrer finde ich ihn.

Dazu erstmal die Grundlage:

Genuß bedeutet nicht maßloses Partygelage, Völlerei oder Feiern auf Kosten anderer. Genuss bedeutet, sich an dem zu freuen, was man Gutes hat. Das kann Gottes Schöpfung sein, eine neue Jeans, ein gutes Essen oder ein Filmabend mit Freunden. Wer dabei entspannen und sich freuen kann, der genießt.

Warum manche Menschen nicht genießen:

  1. höherEs gibt Leute, die immer mehr wollen. Wer durch eigene Leistung ein Geschäft gut abgeschlossen hat, arbeitet sofort daran, das nächste noch besser abzuschliessen. Wer immer höher hinaus will, kann nie die Aussicht geniessen. Wer sich zu sehr ausstreckt, lebt am Sinn des Lebens vorbei.
  2. entspannungAndere Menschen können nicht genießen, weil etwas noch nicht perfekt ist. Die Hose zwickt, der Pulli ist zu warm oder zu kalt, das Licht zu hell oder zu dunkel und irgendetwas kann man immer noch optimieren. Das ist eigentlich nur eine Spielart von 1. – etwas kleiner gedacht. Ich optimiere mich zu tode und komme nicht oder nur selten ans Ziel.
  3. gerechtigkeitWer sich weltweites Unrecht anschaut, kann oft auch nicht wirklich genießen. Denn andere Leute arbeiten unter unwürdigen Bedingungen, damit ich meinen Lebensstandard halten kann. Natürlich ist es gut, sich darüber Gedanken zu machen und schlechte Abhängigkeiten fairer zu gestalten. Aber wenn ich als „Ausbeuter“ schon das Leben nicht genießen kann, ist das keine gute Grundlage, um mein Leben als Ziel für die Ausgebeuteten anzusetzen.
  4. Schließlich gibt es dauerhafte „Opfer“, denen so viel Leid widerfährt, dass sie nichts genießen können. Das will ich nicht per se werten. Viele Menschen leiden tatsächlich stark. Manche fokussieren aber auch immer das, was nicht optimal läuft und nehmen so ihr Leid viel stärker wahr. Wer nur über das redet, was schief läuft, wird immer etwas zu meckern finden. Gerade die Opfer der unter 3. genanten Abhängigkeit hätten da viel Grund zu klagen. Erstaunlicherweise sind Menschen in armen Ländern oft zufriedener und glücklicher als wir mit unseren Luxusproblemen.

Gott meint es gut mit uns

Sicher, ich bin Optimist und ich bin Christ. Ich lege den Fokus gerne auf das positive, sehe Möglichkeiten statt Schwierigkeiten und glaube an das Gute in der Welt. Ich bin überzeugt, dass Gott es gut mit uns meint und wir deshalb das Leben genießen dürfen.
Und eschatologisch argumentiert: Wenn Christus am Kreuz alles getan hat und der Mensch aus freier Gnade gerettet ist, dann gibt es ohnehin nichts, was ich dazu beitragen kann. Mein Job ist es also, dieses Geschenk anzunehmen und mich darüber zu freuen. Aus Dankbarkeit kann ich dann darauf reagieren, davon weitersagen und Menschen helfen, diese positive Erfahrung auch zu machen, aber das ist keine Voraussetzung für meine Freude, sondern eine Folge davon. Also kann ich auch das große Geschenk erstmal genießen und dadurch einen Lebensstil führen, der nachahmenswert ist. Keine Verbissenheit, noch mehr zu tun, keine Ausbeutung, kein Übermaß und keine Selbstkasteiung. Sondern eine positive Offenheit für die Möglichkeiten und ein dankbarer Umgang mit dem, was mir geschenkt ist.

Verstandene Vergebung kann man nur genießen!

Wenn ich diese Vergebung und das Anrecht, Kind Gottes zu sein, verstanden habe, kann ich entspannt mit der Welt und ihren Sorgen umgehen. Wenn meine Fehler vergeben sind, kann ich auch die Fehler von anderen Menschen vergeben. Und meine Vergebung an andere wird dann keine zähneknirschende Zwangstat sein, weil man das als Christ eben so tut, sondern eine Liebestat aus freiem, reinen, glücklichen Herzen.

Gerne denke ich mit dir weiter nach, ob es auch echte Vergebung ohne Genuss gibt und ob das dann gut oder schlecht ist. Aber wenn man tatsächlich verstanden hat, was Vergebung bedeutet, glaube ich, dass der Genuss der daraus folgenden Freiheit die automatische Folge davon ist. Und damit ist Genuss das Bindeglied zwischen dem Empfangen von Vergebung und der Weitergabe von Vergebung. Und weil mir das so wichtig ist, bleibe ich bei der Formulierung:

„Nur wer genießt, kann vergeben.“

Was hat Tanzen mit Theologie zu tun?

Was hat Tanzen mit Theologie zu tun? Viel!

Im europäischen Gesellschaftstanz schweben Mann und Frau gemeinsam übers Parkett. Die Führende Person (meist Herr) animiert die Geführte (meist Dame) durch gekonnte Impulse zu atemberaubenden Drehungen. Im Rock’n’Roll katapultieren sich die Partner sogar gegen die Erdanziehungskraft in luftigen Höhen.  Und selbst beim Freien und flexiblen Disco-Tanz gibt meist eine Person Bewegungen vor, auf die andere reagieren und sich gegenseitig abstimmen. Führen und geführt werden ist ein elementarer Bestandteil des Tanzens (komplett egozentrisch freier Tanz mal ausgenommen).

führenWenn ich (z.B. bei einer Tanz-Freizeit) über Führung nachdenke, merke ich, dass ich mein Gottesbild sehr gut in diesem Miteinander von Mann und Frau wiederfinde. Der Mann hat eine Raumorientierung, hört den Rhythmus und leitet seine Tanzpartnerin zu Bewegungen an, die zum vorhandenen Raum, der Musik und der Gesamtsituation passen. Die Frau ist also in dem Bild der Mensch. Sie wird nicht versklavt, nicht darauf festgelegt bestimmte Bewegung zu machen, aber wird durch sensible Impulse, Vorgaben und eine – mal stärkere mal schwächere – Leitung in Bahnen gelenkt, die für sie und die Gemeinschaft am Besten sind. Innerhalb dieses Rahmens kann sie sich frei entfalten, kann einen eigenen Stil entwickeln und den Tanz durch ihren Charakter individuell prägen. Aber sie tut gut daran, sich auf die Führung einzulassen und dem Führenden zu vertrauen.
Wenn man den Mann beim Tanzen mit Gott vergleicht, wird klar, dass Gott nicht im luftleeren Raum nach Gutdünken handelt, sondern dass auch er in einen Kontext eingebunden ist. Er überblickt, wo Platz ist, welche Bewegugnen auf die Musik passen und was er jetzt einleiten kann, um gleich eine passende Bewegung zu machen. Dabei kennt er Vorlieben und Möglichkeiten der Tanzpartnerin und versucht, sie gut dastehen zu lassen. Denn ein Tanzpartner, der sich nur selber verwirklicht und seine Partnerin blamiert, ist kein guter Tänzer. Wer aber (als Frau) spektakuläre Figuren tanzen möchte, wird schnell merken, dass man sich dafür einem Menschen anvertrauen muss. Nur so kann man schön Drehen oder sogar akrobatisch durch die Luft fliegen. Ohne Vertrauen in den Partner geht das nicht. Ebenso erlebt man auch im Glauben die besonderen Dinge nur, wenn man sich Gott anvertraut und ihn führen lässt.

beziehungTanzen ist ein Sinnbild für die Beziehung zwischen Gott und Mensch. Dass Tanzen dazu auch noch therapeutischen (Körpererfahrung, Gemeinschaft & Abgrenzung) und gesundheitlichen Wert (Muskelaufbau, Gelenkigkeit, Koordination, Gehirntraining) hat, macht es umso wertvoller. Gerade im Alter wird es ärztlich empfohlen und wer frühzeitig grundlegende Schritte und Bewegungen lernt, kann später darauf zurückgreifen.

kommunikationNicht umsonst ist der Tanz eine sehr frühe Form menschlicher Kommunikation. Biblische Belege zeigen, dass er als Ausdruck von Freude und Dankbarkeit im Volk Israel fest verankert war und auch in Jesu Gleichnissen wird gefeiert und getanzt, wenn man sich freut (z.B. Ex 15,20, 2.Sam 6,16, Lk 15,25). Eine positive Theologie wird den Lebensgenuss immer über die Abstinenz stellen. Natürlich ist ein zeitweiser Verzicht als bewusste Körperübung oder Fokussierung nicht verkehrt, aber als ganzheitlich gesundes Konzept gehören Freude und körperlicher Ausdruck zusammen. Denn wenn wir Emotionen in Bewegung umsetzen, können wir uns tiefer und ehrlicher ausdrücken als bei rein innerlicher Freude.

Meine Erfahrungen in den letzten 22 Jahren sind, dass Menschen durch den Tanz positiv geprägt werden, Traumata überwinden können, sich körperlich positiv entwickeln, ein sicheres Auftreten und positives Selbstwertgefühl entwickeln und insgesamt eine ausgeglichenere Persönlichkeit werden. Nicht  jedem liegt dabei das gleiche und es gibt durchaus auch Menschen, die zumindest dem standardisierten Paartanz den Rücken kehren, weil er ihnen mehr Probleme bereitet als er löst. Das ist OK. Für viele andere werden Beziehungen tiefer und harmonischer, berufliche Stresssituationen leichter zu ertragen und die Gottesbeziehung entspannter, weil man auch zu Fehlern und Unperfektheit stehen kann.

tanz-freizeitTheologisch gesehen ist Tanzen also sinnvoll und wertvoll für den einzelnen und die Gemeinschaft. Ob und welche Form für jemanden individuell passend ist, kann sich unterscheiden. Wer möchte, dem zeige ich erste Grundschritte in angenehmer Atmosphäre, um mal ganz stressfrei reinzuschnuppern:
Im Mai 2015 in Rotenburg (Fulda), im Oktober in Altenkirchen (Westerwald), im Februar und November im KnüllHouse (Neukirchen). Außerdem regelmäßig im Marburger Unisport und bei Lehrgängen in Rostock und Marburg. Mehr Infos: www.tanz-freizeit.de

Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft

Die EKD hat für die Synode 2014 im November ein Lesebuch erstellt. In Kapitel 4.2 mit ein paar Gedanken zu Bild vs. Text von mir. Heute kam es per Post an und ist gleichzeitig für alle als pdf und Website online verfügbar gemacht.

Was ich bisher überflogen habe, scheint gut, bedacht und weiterführend zu sein.  Die kurzen und informativen Texte zeigen auf, was die digitale Gesellschaft schon tut und wie sich Kirche und Christen in Relation dazu verhalten – oder verhalten sollten. Ermutigend, kritisch und mit Fokus auf ethischen und geistlichen Fragen, die das evangelische Bild des Inernets prägen. So bringt das Buch als erstes Ziel die Teilnehmer der Synode auf einen Wissensstand, um sich darüber austauschen zu können. Gleichzeitig zeigt es Wege auf, in welche Richtung sich kichliche Medienarbeit entwickeln kann.

Die Inhalte allen Menschen zur Verfügung zu stellen ist ein sehr guter Schritt, weil eine Synode ja nur stellvertretend diskutiert und Entscheidungen trifft. Über das Thema nachdenken darf und soll jeder Christ, jeder Mensch.

Also los: Lest, denkt und diskutiert! Denn das ist das „Priestertum aller Gläubigen“ in der digitalen Praxis. Sich selber eine Meinung bilden und mit anderen – digital und auch Face-to-Face – ins Gespräch kommen.
Ich freu mich drauf 🙂

BTW: Wem die Textinformationen reichen, der kann den Inhalt einfach und gut verlinkt auf der Website lesen, wer schönes Design mag, sollte das pdf wählen. In Marburg kann ich auch gerne mein Exemplar verleihen, denn den als solides Ringbuch gestalteten Reader kann man gut und zügig auf Papier lesen…

Gott – gefällt mir!

Pünktlich zur Buchmesse in Frankfurt ist es erschienen. Das Buch, in dem ich das komplexe Thema meiner Dissertation für normale Menschen aufgeschrieben habe. Natürlich etwas praktischer und ohne langes Methodenkapitel und theologischen Überbau. Lebensnah behandelt es die Frage, wie man Social Media ganz praktisch in der Gemeindearbeit einbinden kann.

Dabei ist Social Media weit gefächert und beinhaltet sowohl die klassischen Medien Facebook, YouTube und Co wie auch crossmediale Ideen für Kinder- Jugend- und Gemeindearbeit. Ideen, wie man ein Stadtfest evangelistisch nutzen kann und rechtliche Fragen zu dem, was meist schon irgendwie gemacht wird bringen so manches Aha-Erlebnis. Dabei bleibt das Buch leicht zu lesen, weil es spielerisch die Geschichte einer (fiktiven) Familie erzählt. Es ist ein Lesebuch mit kleinen Handbucheinschüben (Leseprobe).  Die knapp 100 Seiten kann man bequem an einem verregneten Herbst-Wochenende lesen oder als gemeinsame Gemeindelektüre auf mehrere Wochen aufteilen.

Passend als Geschenk für sich selber, Freunde, (zukünftige) Pastoren/Pfarrer und Gemeinde-Mitarbeiter. So kann man z.B. auch als Mitarbeiter-Präsent zu Weihnachten was unterhaltsames und gleichzeitig informatives verschenken und dazu beitragen, dass Menschen physische und virtuelle Gemeinschaft nicht nur als  Gegensatz, sodnern auch als mögliche Ergänzung wahrnehmen und sich produktiv mit beiden Welten auseinandersetzen 🙂

Und als Ergänzung für Gemeinden, die ganze Sache machen wollen, habe ich eine Seminarreihe konzipiert. Je nach Stand kann sie zwischen einem Abend, einem Wochenende und zehn Wochen Mitarbeiter und Gemeindemitglieder informieren, schulen und ermutigen, sich auf neue Medien einzulassen ohne bisherige Formate vorschnell zu verwerfen.

Dir gefällt das Buch? Schreib gerne eine positive Rezension auf Amazon oder einem anderen Portal. Das ermutigt Leute oft zum Kauf!
Du hast Verbesserungsvorschläge oder Fragen: Schreib mir eine Mail, dann helfe ich dir gerne weiter oder bedenke deine Argumente 🙂

 

Komparserie und Psalm 23

Ein Erfahrungsbericht und eine Psalmmeditation in einem. Ein Experiment:

„Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“

Gerade ist Marbrug Kulisse für einen Filmdreh. „Besser spät als nie“ lautet der Arbeitstitel und der Inhalt ist schnell erzählt. Eine Frau anfang 40 aus Berlin besucht ihre Tochter in der Unistadt Marburg und nimmt kurzerhand selber das damals abgebrochene Studium wieder auf. Das gibt natürlich Probleme mit ihrem Mann in Berlin und interessante Begegnungen mit Marburger Studenten, Dozenten und anderen Mitmenschen.

„Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.“

Der Großteil des Films sind in der Metropole Berlin entstanden. Diese und nächste Woche wird aber im Außendreh die romantische Kulisse der Kleinstadt Marburg eingafangen. Denn ein paar Bilder der typischen Wahrzeichen und jeder, der schonmal hier war fühlt sich heimisch im Film.

„Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.“

Ich durfte heute etwas tiefer in die Organisation und Abläufe der Komparserie reinschnuppern und bin beeindruckt mit wie viel Liebe zum Detail dort eigentlich unwichtig scheinende Kleinigkeiten umgesetzt werden. Nicht nur, dass für eine kurze Szene in der Mensa 100 Komparsen (also Kleinstdarsteller, die zwar keinen Text haben aber einfache Handlungen vollziehen können) für einen halben Tag angeheuert werden, auch Tabletts mit passend vorbereitetem Essen wurden vorbereitet: Wer in der Szene gerade aufsteht, bekommt nur Reste auf dem Teller, wer noch etwas sitzt einen halbvollen und wer in der Szene gerade zum Tisch kommt  einen ganz vollen. Jeweils farblich und inhaltlich variiert und liebevoll angerichtet von der Requisite. Und am Anfang war das Essen sogar noch warm.

„Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“

Nachdem ein Schnitzel 2h lang mit gefühlten 20 Proben und Aufnahmen in mehreren Perspektiven von der Kasse zum Tisch getragen wurde, um im Hintergrund der Hauptdarstellerin ein „echtes Mensaflair“ zu arrangieren, war es natürlich kalt, als es dann als ebenso sorgfältig gesetzte Hintergundhandlung verzehrt werden durfte. Natürlich auch nur in kleinen Happen, weil auch diese Szene ja 5-10x gedreht werden muss. Getränke wurden zwischendurch aufgefült, um ein gleichmäßiges Bild der Szene zu zeigen, Speisen zumindest bei den Hauptdarstellern auch. Alle anderen drehen die Frikadelle so, dass sie von vorne noch ganz und frisch ausschaut.

„Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.“

Die Regieassistenz dirigiert 100 Amateure und sorgt dafür, dass jeder zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. So können Kameramann und Regiesseur passende Bilder schießen und es schaut aus, als wäre es ein belebter Mittag zu Semesterstart. Dass es ein früher Morgen in den Semesterferien war, wird man dem Film nicht ansehen. Dass für eine bessere Perspektive auf das Schloss zwischen zwei Szenen die Tische 90° gedreht wurden auch nicht. Das sind die kleinen Tricks, die bei fiktionalen Produktionen gang und gebe sind. Das Ziel ist, ein Film der im Zuschauer eine Wirkung auslöst und eine Geschichte erzählt, die an ein gutes Ende kommen soll. Dabei sind Details der Produktion unrelevant, solange am Ende ein authentisches Bild entsteht.

„Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang“

Ich glaube, Gottes handeln an der Welt, kann man mit einem Filmset vergleichen. Er ist der Regisseur, der einen Plan hat, aber er lässt den Darstellern einen gewissen Freiraum, innerhalb des Plans zu agieren. Und drumherum sind ganz viele Menschen, die bewusst oder unbewusst nach seiner Leitung rumwuseln und so dafür sorgen, dass am Ende ein gutes Bild entsteht. Mit dem Unterschied, dass wir gleichzeitig Hauptdarsteller unseres Films und Nebendarsteller, Komparse oder Statist im Leben von zahlreichen anderen Menschen sind. Wie viel Freiheit man dabei hat und wie stark das Drehbuch bereits vorher feststeht, darüber streiten sich Theologen seit Jahrhunderten. Ich glaube, bei Gott muss sich das garnicht widersprechen. Psalm 23 spricht davon, dass Gott uns führt, leitet, gute Pläne für uns hat und uns Gutes und Schwieriges erleben lässt. Und am Ende entscheidet der Psalmist doch selber, wo er bleiben will.

„…und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.“

Wir können uns entscheiden, ohne dabei Gottes großen Plan zu durchkreuzen. Beim Film ist viel vorgeplant. Aber wie die Komparsen aussehen, sich geben und welchen Flair sie dem Film geben, sieht das Team doch erst vor Ort. Da kann dann die Kostümabteilung aus den mitgebrachten Klamotten auswählen oder Kostüme für den Dreh aushändigen. Auch der Typ der Darsteller ist natürlich vorher geplant. Wenn 30 Studierende und 5 ältere Semester für eine Bibliotheksszene gebraucht werden, fragt man solche Kriterien ab. Aber das Wesen selbst eines Komparsen gibt dem Film immer auch etwas persönliches mit.

Ich bin gepannt, den Film 2015 im Fernsehen zu sehen. Und ich bin gespannt, am Ende des Lebens bei Gott zu sehen, welcher Lebensfilm aus meinen täglichen Entscheidungen entstanden ist. Egal, wie viel ich tatsächlich selber beigetragen habe und wo er bereits vorher wusste, was ich aus der gegebenen Szene machen würde. Denn ER ist mein gute Hirte und Regisseur meines Lebens 🙂

YouTube – Du bist das Fernsehen!

Wikipedia: „Doing the ALS Ice Bucket Challenge (14927191426)“ von slgckgc

Egal, was für eine Challenge. Via YouTube gehen Videos um die Welt. Ursprünglich trank man eine Flasche Bier auf Ex. Dann sprang man in ein öffentliches Gewässer. Gegen ALS schüttet man sich Eiswasser über den Kopf und  für Verfolgte zündet man eine Kerze an. Videos nehmen uns mit hinein in die Mutproben und Bekenntnisse der heutigen Zeit.

Auch persönliche Videotagebücher, private Kurzreportagen, Tutorials oder Missgeschicke werden so einen Millionenpublikum zugänglich. Für Menschen, die mit 3 Fernsehprogrammen aufgewachsen sind, die von Medienorganisationen mit Inhalt bespielt wurden, ist das revolutionär. Für Digital Natives ist es ganz normal. Wenn ich etwas sagen möchte, sage ich es. Und welches Medium dafür passt, das wähle ich eben aus. Und seitdem jedes Smartphone mit brauchbaren Kameras ausgerüstet ist, braucht man auch kein TV-Team, um einfache Clips zu erstellen (dass viele große YT-Kanäle durchaus von einem professionellen Team redaktionell gestaltet werden, sei nur am Rande erwähnt).

An der Evangelischen Hochschule Tabor haben wir Anfang des Jahres über „Videokunst als homiletische Ausrucksform“ nachgedacht. Dazu habe ich einige Playlists mit lustigen und spannenden Videos angelegt. Sicherlich nicht vollständig, aber sie wachsen kontinuierlich weiter, wenn ich was passendes finde (oder du mir gute Links schickst!). Genau richtig für trübe Herbstnachmittage zwischen Grillwetter und Lebkuchenstimmung.

yt-playlists

  • Best of YouTube“ behandelt ein paar Phänomene, die viral sehr erfolgreich waren (unter anderem Y-TITTY, The Fox und Teens react to…).
  • Metaclips“ enthält Videos, die das System YouTube analysieren (v.a. von Prof. Michael Wesch).
  • In „Medienproduktion“ finden sich Tipps für angehende Filmemacher (auch im RSA-Style).
  • Medienkunst“ führt dich zu Videos mit tieferer Message (animiert und crossmedial).
  • christliche Clips“ zeigt ganz unterschiedliche Videos mit geistlichem Bezug (ohne sie inhaltlich zu werten) 🙂

Viel Spaß beim Schauen.
Und vielleicht lass dich inspirieren und dreh dein eigenes Video. Egal ob Katze, Predigt oder Musikvideo, sag der Welt, was dir wichtig ist, denn You Tube! (frei übersetzt: du bist das Fernsehen!)